August 2023: A(u)ktionen für die Welt der Kunst
Über Leben und Überleben in der Kunst mit Künstler Camill von Egloffstein und Kunsthistoriker Dr. Stefan Borchardt 👩🎨
Willkommen im Club!
Liebe Freund:innen,
der August bringt uns einen besonderen Meilenstein – unser sage und schreibe 20. Treffen!
2019 entstand die Idee für unsere Initiative aus den Impulsen des 35. Kunsthistorikertages in Göttingen. Mit der kleinen Vision, großen Geschäftsideen in der Kunstgeschichte und Kunstwissenschaft ein Forum zu geben, ging der GRÜNDER*INNENSALON im Jahr 2020 an den Start. Zu der Zeit hatte uns schon das Virus in seinen gnadenlosen Würgegriff und stellte die Kunstwelt vor ungeahnte Herausforderungen, die uns bis heute beschäftigen.
Doch aus dem Chaos wuchsen neue innovative Formate: Bisherige Geschäftsmodelle wurden aktualisiert, wir alle öffneten uns den Möglichkeiten des Digitalen, aus dem Kunsthistorikertag wurde der Deutsche Kongress für Kunstgeschichte und aus dem GRÜNDER*INNENSALON unser ArtVenture Club – für alle freiberuflichen und (solo-)selbständigen Kunstweltakteur:innen! 👩🎓👩🎨
Nach unseren Ausflügen zu Publikationen, Honorarempfehlungen, Kunst im digitalen Raum und Nachhaltigkeit ist jetzt die Zeit gekommen, zu schauen, wie es heute in unserer Kunstwelt aussieht und wie es um die häufig zwiespältige Beziehung zwischen der Kunst und dem Geld(-verdienen) steht – eine Ambivalenz, die uns immer wieder zum Nachdenken, Diskutieren und Schaffen inspiriert. Seid also am
📆 Dienstag, 15. August 2023, um 18 Uhr
dabei, wenn uns der mutige Künstler und Initiator Camill von Egloffstein auf seine ganz persönliche Heldenreise zu "World of Art A[u]ktionen" mitnimmt und uns davon erzählt, was es bedeutet, mitten in einer globalen Pandemie ein neues visionäres Format für die Kunstwelt zu entwickeln und es immer wieder den rasanten Entwicklungen anzupassen.
Im Anschluss wird unser lieber Kunsthistorikerkollege Stefan Borchardt uns mit einem erfrischenden Pep Talk darin bestärken, dass wir alle es verdient haben, Geld zu verdienen.
Und schließlich wollen wir gemeinsam mit euch über Leben und Überleben in der Kunst diskutieren und darüber, was (noch) getan werden kann, um unsere Lebensbedingungen weiter zu verbessern. Wir freuen uns, dazu die Stimme des Medienkünstlers und Vorsitzenden des Ruhrländischen Künstlervereins e.V., André Yuen, dabei zu haben, der uns mit seinem Enthusiasmus für eine diverse und gerechte Kunstwelt anstecken wird.
Alles Liebe wünscht
Euer Team vom ArtVenture Club 🤍
Zur Anmeldung geht's hier entlang:
https://artventure-club-august-2023.eventbrite.de
Unser neues Orgamitglied
SARAH NEUWIRTH
Nachhaltigkeitsexpertin
Dortmund
Wir sind gewachsen und freuen uns heute über alle Maßen, euch unser neues Orgamitglied Sarah vorzustellen! 🎉
Sarah ist studierte Modedesignerin und unter dem Namen Woodcabin als freiberufliche Workshop-Leiterin und Upcycling-Designerin tätig. In dieser Rolle verbindet sie Nachhaltigkeitsbildung mit Kunst und Design, um Menschen jeden Alters auf kreative Weise ein neues Bewusstsein für Umwelt und Ressourcenschonung zu vermitteln. Außerdem ist sie als Designerin für Kultureinrichtungen und Unternehmen tätig und gibt dort entstehenden wertfreien Materialien ein neues Leben.
Mit ihrer Basis in Dortmund ist Sarah im ganzen Ruhrgebiet unterwegs, bewegt sich häufiger im Rheinland und ist auch immer wieder in der Oberpfalz anzutreffen. In Dortmund ist sie Mitorganisatorin von FemArt, einem feministischen Netzwerk für kreativschaffende FLINTA*; und Mitglied bei den Urbanisten, einem Verein, der sich für die Verbesserung des Zusammenlebens im urbanen Raum einsetzt.
Als aktive Gestalterin der Zukunft widmet sich Sarah im ArtVenture Club vor allem Themen rund um Nachhaltigkeit, Klima- und Kulturschutz und stürzt sich voller Elan auch direkt als Moderatorin unserer kommenden Veranstaltung ins Vergnügen. 🤗
sarah.neuwirth@artventureclub.org
LinkedIn
Unser Programm
18:00 – 18:15 Uhr
Willkommen im Club
18:15 – 18:45 Uhr
World of Art A[u]ktionen
Camill von Egloffstein, Künstler, München
18:45 – 19:15 Uhr
Was verdienen Kunst und Kultur?
Dr. Stefan Borchardt, Kunsthistoriker, Emden
19:15 – 19:55 Uhr
Diskussion über Leben und Überleben in der Kunst
19:55 – 20:00 Uhr
Abschluss und Ausblick
Die Veranstaltung wird von Sarah Neuwirth (Nachhaltigkeitsexpertin, ArtVenture Club, Dortmund) moderiert.
Unsere Experten

CAMILL VON EGLOFFSTEIN
Künstler
München
Camill hat an der Ludwig-Maximilians-Universität seinen Bachelor in Kunstgeschichte und Kunstpädagogik gemacht und studierte von 2013 bis 2020 an der Akademie der Bildenden Künste in München Bildhauerei. Heute arbeitet er als freischaffender Künstler und Kunstvermittler in der bayerischen Landeshauptstadt.
Im Winter 2020 hat er gemeinsam mit seiner Künstlerkollegin Lea Grebe inmitten der Stille einer von der Pandemie heimgesuchten Welt das Format "World of Art A[u]ktionen" entwickelt. Mit dem Ziel eine Plattform von Künstler:innen, durch Künstler:innen und für Künstler:innen zu schaffen engagieren sie sich für junge zeitgenössische Kunst und größere Sichtbarkeit für Kunstschaffende.
DR. STEFAN BORCHARDT
Kunsthistoriker
Emden
Stefan ist selbständiger Kunsthistoriker mit langjähriger Erfahrung in Forschung und Lehre, in Ausstellungspraxis und Kunstvermittlung, unter anderem in leitender Funktion für Kunstmuseen. Aktuell beschäftigt er sich mit seinem Forschungs- und Publikationsprojekt zur Theorie der Malerei, mit Ausstellungsprojekten als Kurator und als Berater für strategische Zukunftsentwicklung, vor allem im Museumsbereich.
Mit dem Wissen, dass unter den wunderbaren Dingen in der Welt Kunst und Kultur den zentralen Platz einnehmen, geht er deren Stellenwert in unserer Gesellschaft nach und fragt: Was verdienen Kunst und Kultur? Wer verdient wie daran? Und: Ist das verdient?

ANDRÉ CHI SING YUEN
Künstler
Dortmund
André ist Künstler, Aktivist und Kosmopolit mit Wurzeln im pulsierenden Ruhrgebiet und geprägt durch seine Zeit in Hongkong, New York und Berlin. Aus diesen Einflüssen entsteht in seinem Schaffen ein buntes Kaleidoskop, in dem die Vielfalt der Kulturen strahlen und das uns daran erinnert, dass die Kunst die Brücke ist, die uns alle miteinander verbindet.
Als leidenschaftliches Vorstandsmitglied des Ruhrländischen Künstlerbund e.V. verbindet er auf inspirierende Weise Kunst und gesellschaftliches Engagement. Im Glauben an die soziale Plastik nach Joseph Beuys setzt er sich vehement für eine Kunst ein, die in unserer Zeit des sozialen, politischen und wirtschaftlichen Umbruchs die Verantwortung für Toleranz, Zusammenhalt und Frieden trägt. Durch sein Wirken ermutigt er Kunstschaffende, ihre Stimmen für eine harmonische und inklusive Gesellschaft einzusetzen.
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Interessantes zum Thema

A(U)KTION
World of Art A[u]ktionen
Willkommen in der faszinierenden World of Art, einem visionären Projekt mit A[u]ktionen für die Kunstwelt von den Münchner Künstler:innen Lea Grebe und Camill von Egloffstein. Im Winter 2020 hat sich das dynamische Duo auf die Suche nach der Wiederbelebung des schlummernden kulturellen Geistes gemacht. Inspiriert von den herrschenden Verboten kreierten sie ein Konzept, das ausschließlich im digitalen Bereich gedieh und durch ihre kreative Kraft Blüte trug. 2023 wird das Format zum ersten Mal in den analogen Raum übertragen und findet mit Saalpublikum in einer alten Fabrik in München statt.
Was diese Unternehmung von anderen unterscheidet, ist die große Wertschätzung für die Kunst der Performance, die zu einem integralen Bestandteil des Projekts gehört. Bei jeder A[u]ktion werden herausragende Performance-Künstler:innen oder -Kollektive eingeladen, die Bühne zu betreten und den Auktionsprozess durch ihre künstlerische Darbietung zu bereichern.
Ziel dabei ist es, verschiedene künstlerische Disziplinen nahtlos miteinander zu verweben und ein Event zu gestalten, das augenzwinkernd zwischen Kunst und Kunstsammler:innen vermittelt und alle Teilnehmenden mit einem Lächeln auf dem Gesicht zurücklässt.
Termin: 24.11.2023, 19 Uhr
Mehr Informationen unter:
https://world-of-art.biz/
DOKUMENTATION
Wie viel sollte Kunst kosten?
In dem 5-minütigen Flick-Flack-Beitrag "Kunst zu Sandwich-Preis" von Arte wird am Beispiel des New Yorker Malers Steve Keene (300.000 Werke) darüber nachgedacht, was Kunst eigentlich ausmacht und wie sie produziert und konsumiert werden kann: Täglich fertigt er etwa 50 Werke im Akkord, von denen er 6 Stück für etwa 70 Euro verkauft.
Damit wird die Frage gestellt: Ist Kunst nur dann wertvoll, wenn sie einzigartig ist? Produktive Künstler wie Picasso (50.000 Werke) und Warhol (21.000 Werke) widersprechen diesem überholten Dogma der Kunstgeschichte wohl entschieden, aber nicht alle Kunstschaffende sind auch kommerziell so erfolgreich.
Was ist also entscheidend für den Wert der Kunst? Geht es darum, dass Kunstschaffende viel oder zu einem hohen Preis verkaufen? Oder ist es eher das Kunstwerk, das im Mittelpunkt stehen sollte?
Dieses YouTube-Intermezzo regt auf jeden Fall zum Nachdenken an und gibt es hier in voller Länge: https://youtu.be/i2zfXneE2b8
Unser Kunstweltglossar
Soziale Plastik, die: Die Soziale Plastik ist ein kunsttheoretisches Konzept des deutschen Künstlers Joseph Beuys (*1921 in Krefeld – ✞1986 in Düsseldorf). Mit dem Glauben an die transformative Kraft der Kunst für die Gesellschaft steht die "Soziale Plastik" oder die "Soziale Skulptur" für einen erweiterten Kunstbegriff, durch den die Grenzen zwischen Kunst und Leben überwunden werden.
In der Überzeugung "Jeder Mensch ist ein Künstler" findet für Beuys Kunst sowohl in Museen und Galerien statt, als auch in unserem täglichen Leben, wo sie Kreativität, Kommunikation und Zusammenarbeit fördert. Durch soziales Engagement und politische Aktivitäten können so alle Menschen zu Mitgestaltern des sozialen Ganzen und des gesellschaftlichen Wandels werden.
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Ein Beitrag von Nathalie Krall.
Unser Kunstwerk des Monats






















